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Gabelbachgemeinde

Die Geschichte des Romantik Berg- und Jagdhotels Gabelbach bei Ilmenau in Thüringen reicht viel weiter in grauer Vorzeit zurück, als es die meisten seiner Besucher wohl annehmen mögen. Zumindest könnte man zu diesem Schluss nach der Lektüre des kleinen und sehr hintersinnigen Büchleins „Aus der Chronik der Gemeinde Gabelbach“ des Reiseschriftstellers August Trinius kommen Der nämlich will dem geneigten Leser augenzwinkernd davon berichten, dass
Heinrich I. (876-936) am 1. April (!) des Jahres 933 die Gemeinde Gabelbach gegründet habe.

Die legendäre Gabelbach-Gemeinde, von der August Trinius so launig zu berichten wusste, tagte im ehemaligen Forsthaus auf dem Areal des heutigen Hotels. Dieses Gebäude existiert nicht mehr. Noch heute klangvolle Namen zierten die Gabelbach-Gemeinde dereinst neben Trinius selbst: der Dichter Friedrich Hofmann (1813-1888), der Oberamtsrichter Carl Schwanitz (1823-1903), der Dichter Joseph Victor von Scheffel (1826-1886), der Dichter Rudolf Baumbach (1840-1905). Sie alle waren Persönlichkeiten, die Kunst, Gemeinwohl, Politik und Lebensart trefflich zu verbinden pflegten. Und, wie sollte es anders sein, auf den Spuren des großen Johann Wolfgang von Goethe wandelnd, trugen sie dazu bei, den Reiz dieses Fleckchens nahe dem berühmten Kickelhahn.

Auf Anregung der Zarentochter Maria Pawlowna wurde 1855 dort ein 24 Meter hoher Aussichtsturm für die Besucher frei zugegeben: außerdem findet sich hier in einer kleinen Schutzhütte, dem „Goethehäuschen“, das berühmte Gedicht „Wanderers Nachtlied“ , das der Meister am 6. September 1780 auf die Bretterwand schrieb um es über Thüringen hinaus bekannt zu machen.
Der „Schulzenstein“ vor dem Romantik Berg- und Jagdhotel Gabelbach kündet noch heute vom Genius loci jener Jahre.
 

 

Thüringer Wald
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Fax:(+49) 3677 860 222
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